Am 13. und 14. Mai 2025 fand die Handelsblatt Jahrestagung Chemie 2025 statt. Die Chemical-Family hat sich erstmals in Berlin getroffen, um über die aktuellen Themen der Chemieindustrie zu sprechen.
Dabei standen folgende Schwerpunkte auf der Agenda:
- PLAN E – Masterplan für die Chemieindustrie in Europa
- Investieren und Standort sichern
- Chemieparks: Strategie und Strukturen neu gedacht
- Lösungen finden, statt nur Krisen heraufbeschwören
- Übergang zu einer grünen und digitalen Wirtschaft
Das war die Handelsblatt Jahrestagung Chemie 2025
Impressionen 2025






Deutschland hat eine hohe akademische Innovationskraft, generiert viele Patente.
Startups brauchen unbürokratische, investierbare Lizenzvereinbarungen, Netzwerke, Zugriff auf Venture Capital aber auch Unterstützung durch die Industrie, um spannende Ansätze voranzubringen.

Meine Erfahrung aus vielen Strategieprojekten: Co-Creation ist der Schlüssel zum Erfolg. Denn nur wenn Mitarbeitende ihre Ideen in der Strategie wiederentdecken, wird Veränderung wirksam und nachhaltig.

Ein umfassender, ganzheitlicher Wandel gelingt nur durch einen partizipativen Führungsstil. Wenn Menschen aktiv mitgestalten können, entsteht echte Transformation von innen heraus.

Die alte Energiewelt mit konstanten und planbaren Preisen ist vorbei. Für konstante Verbraucher wie die chemische Industrie ist das eine Herausforderung. Dennoch kann wettbewerbsfähige chemische Produktion in Deutschland gelingen. (…).

Das Verbundprinzip in der Chemie hat noch lange nicht ausgedient. Wir müssen gewachsene Strukturen modern denken und neue Produkte, Prozesse und Lösungen etablieren. So hat auch die Chemieindustrie in Europa eine erfolgreiche Zukunft.

Die beste Lösung eines Problems ist seine Vermeidung. Das gilt ganz besonders für die industrielle Wasserbehandlung. Und es ist höchste Zeit, dass wir die Natur als unseren besten Lehrmeister in die Prozesse einbeziehen.

Die veraltete molekulare Basis unserer heutigen Kunststoffe begrenzt grundlegende Recycling-Verbesserungen. Nur durch neu entwickelte Materialien, bei denen das Recycling bereits im molekularen Design verankert ist, können wir den Weg zu einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft ebnen – aber wie gelingt dieser Wandel?

Die 2025 erheblich veränderte politische Landschaft in Nordamerika, Europa und Deutschland eröffnet Chancen, aber nimmt uns als Chemieindustrie noch mehr in die Pflicht. Welche Schlussfolgerungen ziehen wir aus den Polykrisen der letzten Jahre, und wie übersetzen wir sie in den neuen Kontext? Wie treiben wir die Transformation unter den neuen politischen Gegebenheiten voran?

Hohe Energiekosten, steigende Importe bei geringer Nachfrage und ein undurchdringlicher Regulierungsdschungel haben die chemische Industrie in Europa gewaltig ins Stottern gebracht. Statt grüner Transformation herrscht Katerstimmung. Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas ist so niedrig wie nie zuvor. Die Erwartungen an die neue EU-Kommission und einen umfassenden Industrial Deal sind deshalb groß. Die Chemieindustrie benötigt dringend stabile Rahmenbedingungen, damit nicht nur die aktuelle Krise gemeistert werden kann, sondern der Übergang zu einer grünen und digitalen Wirtschaft gelingt. Nach knapp 6 Monaten neuer EU-Kommission stellt sich die Frage: Wo steht Europa heute? Gelingt der Turnaround und wie widerstandsfähig ist die chemische Industrie? Und, was kann die neue Bundesregierung tun?

Die Bioökonomie ist nicht nur ein ökologischer Imperativ – sie ist eine enorme wirtschaftliche Chance. Mit den richtigen Rahmenbedingungen können wir Innovationen beschleunigen, die fossile Abhängigkeit reduzieren und Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft schaffen. Die chemische Industrie spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Nachhaltige Energie und Innovation sind nicht nur Optionen, sondern der Schlüssel für Europas wirtschaftliche Stärke und globale Wettbewerbsfähigkeit. Wir müssen den Wandel aktiv gestalten, um industrieübergreifend aus Herausforderungen Chancen zu machen und so Momentum für eine technologische Zukunft Europas zu schaffen.

Die 2025 erheblich veränderte politische Landschaft in Nordamerika, Europa und Deutschland eröffnet Chancen, aber nimmt uns als Chemieindustrie noch mehr in die Pflicht. Welche Schlussfolgerungen ziehen wir aus den Polykrisen der letzten Jahre, und wie übersetzen wir sie in den neuen Kontext? Wie treiben wir die Transformation unter den neuen politischen Gegebenheiten voran?

Overcapacity in China and more by 2027. Oil to chemicals in the Kingdom. Demand in decline or stable at best. No high powered leaders in Europe yet other than Ursula von der Leyen. The new German government in the starting blocks. A Clean Industrial Deal from a legislative Machine. What is the “E” in Cefic, or in other words “the Handels” in Blatt in a time of US Tariffs without a much needed Nato Free Trade agreement. How and Who to defend the European industry in a geopolitical era. Or is it not all bad and are there signs of hope and recovery? And can we redesign policy in a new spirit of lawmaking. A Brussels view and food for thought.

Die Welt ändert sich immer rasanter. Deutschland und Europa müssen dringend ihre Resilienz erhöhen und ihre Stärken bei Greentech ausspielen, um im globalen Kräftespiel zu bestehen. Das geht nur mit einer starken Chemieindustrie. Und die braucht dafür freie Bahn – mit wettbewerbsfähigen Energiepreisen, weniger Bürokratie und Regulierung sowie einem neuen Politikstil.

Mikroplastik stellt eine omnipräsente Herausforderung für die chemische Industrie dar, der aktuelle Analytikmethoden nicht gewachsen sind. Für den profitablen, sicheren und nachhaltigen chemischen Betrieb der Zukunft braucht es daher vergleichbare In-Line Monitoringsysteme.

Unsere Chemieindustrie ist der Schlüssel zu einer regionalen Batteriewertschöpfungskette

Die chemische Industrie in Europa steht unter massivem Druck. Gleichzeitig ist sie hoch-innovativ und bereit, eine kohlenstoffarme, zirkuläre Zukunft aktiv zu gestalten. Dabei kann sie auf ein starkes Ausbildungs- und Forschungsnetzwerk bauen. Wir brauchen jetzt die volle Rückendeckung von Politik und Gesellschaft, um wettbewerbsfähig und planbar nachhaltige Lösungen umzusetzen. Nur so kommt Europa zurück in die Pole-Position.

Es ist kognitiv verstanden! Die chemisch-pharmazeutische Industrie muss sich strukturell und strategisch neu aufstellen – dies gilt insbesondere auch für den Backbone der Industrie, die Chemie- und Pharmaparks. Diese Industrie aus Standortbetreibern, Industrie- und Infrastruktur-Dienstleistern und deren alten und neuen Eigentümern ist sich dieser existenziellen Aufgabe kognitiv bewusst und entwickelt neue Strategien und Strukturen. Die emotionale Ebene dieser realen Transformation und die damit verbunden Schmerzen und Glücksgefühle werden wir gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern erlebbar machen. Diese positive Bewegung läuft und sollte uns hoch motivieren.
